Halbautomatisches Verdecke - Kurzschluss gegen Masse im Regelschalter Stromkreis

Wenn ihr Probleme mit eurem G Cabrio habt, dann hier rein
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JR__
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Re: Halbautomatisches Verdecke - Kurzschluss gegen Masse im Regelschalter Stromkreis

Beitrag von JR__ » Mi 13. Jun 2018, 08:35

Ratozer hat geschrieben:
Mo 11. Jun 2018, 22:40
Leider ist mir heute die Bremsleitung von meinem Zweitfahrzeug (Astra G, Bj. 2000) durchgerostet (plötzlicher Druckpunktverlust). Nachdem ich dann nach der Arbeit kurz in der nächstgelegenen Selbstschrauberwerkstatt das Übel auf der Hebebühne angesehen habe, habe ich das Auto lieber dort stehen lassen. Der 2te Bremskreis sah so aus, als würde er es auch nicht mehr lange machen. Ich verstehe nicht, dass man alle möglichen Komfortfunktionen ins Fahrzeug packen muss. Aber die paar Euro für Rostfreie Schrauben und Bremsleitungen am Unterboden kann man als Hersteller nicht in Betracht ziehen.
Das ist jetzt auch erstmal wichtiger als ein nicht funktionierendes Dach wie ich finde.
Hi.

Das ist auch ein mir häufig bekanntes Problem bei Opel. Ob das auch das Cabrio hat?

An unserem Zafira A hatte ich die Stelle zum Glück vorher selber gefunden - bevor es auf der Fahrt passiert. Das Perfide dabei ist: Die Leitung rostet am besten im vom Reserverad verdeckten Bereich beim Zafira weg. Dort guckt kein normaler TÜV Prüfer hin. Ich habe mir billige ummantelte Bremsleitungen bei Ebay geholt. Die Verarbeitung war problemlos zu bewerkstelligen, und an der Qualität hatte ich nichts auszusetzen. Ich hatte mir auch die Mühe gemacht, diese exakt am Vorbild des Originals nach zubiegen. Die ließen sich auch ohne Klemmer direkt einbauen. So bekommen die Leitungen nun im Herbst das zweite Mal den TÜV segen :Cool:

Hast Recht: Erst die Sicherheit, bevor es an die Dachfunktion geht.

Gruß Jürgen
Meine GCAB Anleitungen:
- Kunststoffklotz im Dachverschluss wechseln
- Video: Manuelles Öffnen&Schließen
- Aktoren & Sensoren (Pins)

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Re: Halbautomatisches Verdecke - Kurzschluss gegen Masse im Regelschalter Stromkreis

Beitrag von Ratozer » So 8. Jul 2018, 20:25

virtuellerfreund hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 14:27
(...)
Bei den Symptomen war es bei den CABs immer das Kabel.
(...)
Da die Steuerelektronik den S129 beim zufahren ja ignorieren kann, sind somit alles anderen Sensoren soweit okay.
Ich lass mich auch gerne mal überraschen :smoke:
Hallo alle miteinander,

zunächst die gute Nachricht:
Mein Dach geht wieder! :party:
Hierbei möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei allen bedanken die mir hier mit wirklich wertvollem Rat beiseite standen (und sich durch mein Unvermögen nicht in die Irre führen ließen).
Insbesondere natürlich @JR__ und @virtuellerfreund ich schulde euch mindestens ein Bier. Wenn ihr mal im Frankenland unterwegs seid könnt ihr euch gerne bei mir melden, damit ich das auch einlösen kann. :prost2: (Oder gibt es eine andere Möglichkeit euch etwas zu spenden?)


Nun zu der (etwas) ausführlicheren Geschichte.

Natürlich hatten Jürgen und Andreas recht, es war dieser Mikroschalter der auf der Beifahrerseite am ersten Gelenk des Dachgestänge sitzt.
Also doch der typische Fehler beim halbautomatischen Verdeck.
Ich hatte also, während ich auf die Ersatzteile für die Bremsen gewartet habe, mal kurz den Tipp von Jürgen ausprobiert und den grünen Stecker S129 Regelschalter - Freigabe erster Bogen mit Krokodilklemmen (also STG seitig) kurzgeschlossen. Siehe da, das Dach geht auf. :spin2:
Also noch für die restliche halbe Stunde die ich an dem Abend hatte ein bisschen herumprobiert. Das Ergebnis: Irgendwann piepst es dann doch wieder wie wild, auch wenn ich die Krokodilklemmen gleich nach dem Öffnen wieder abstecke. Im weiteren Verlauf habe ich beobachten können, dass es im folgenden immer bei Zündung an und Handbremse gelöst gepiepst hat, sofern ich in der zwischen zwei Startvorgängen den Kofferraum mal offen hatte (was nahezu immer der Fall war). Das habe ich einfach mal gekonnt ignoriert. :tongue:

Nachdem dann die Bremsen gemacht waren, habe ich sicherheitshalber mal am Mikroschalter die Kabel abgeklemmt und den Mikroschalter auf Funktion überprüft. Da war der Durchgangstest erfolgreich. ---> Muss also das Kabel sein.
Daraufhin dachte ich mir, ich ziehe einfach das Kabel neu. Also alles notwendige bestellt.
Fahrzeugleitung 0,5 mm²
Geflechtschlauch in 2 Größen als Ersatz für die bündelnden Isolierungen (Mikroschalter und Heckscheibenheizung).
Schrumpfschlauch in der passenden Größe hatte ich auch nicht mehr und Kabelbinder waren auch zu großen Teilen aufgebraucht. (Davon hab ich jetzt wieder genug für die nächsten 2 Jahre :D )

Leider hatte ich dann die nächsten 3 Wochenenden bereits ausgebucht.
Zusätzlich hat mir dann noch jemand letzte Woche beim Einparken das Heck meines CAB mitgenommen. :toilett:
Wenigstens war die Person so ehrlich und hat am Auto gewartet um die Kontaktdaten auszutauschen und das der Versicherung gemeldet. :thumb:
Erfahrungen mit Fahrerflucht hatte ich nämlich auch schon und bin entsprechend auf den Kosten sitzen geblieben. :peitsch:

Dieses Wochenende, die ersehnte Freizeit um die Kabel neu zu ziehen.
Um diesen Teil abzukürzen: Ich habe dann doch nur von dem Punkt an dem die Kabel für die Heckscheibenheizung und die für den Microswitch auseinander laufen, bis zum Mikroschalter das Kabel ausgetauscht. Das Durch-fädeln des Kabelstrang am Dachgestänge ist eine Aufgabe für sich, auch wenn man beim Herausziehen des alten Stranges eine Pilotschnur mitgeführt hat.
Kleiner Tipp für alle die das mal nachmachen müssen/wollen:
1. Das Kabel lässt sich an manchen Stellen besser durchziehen wenn das Dach quasi geschlossen ist (z.B. da wo dieser Gummischlauch im Dachgestänge versteckt ist), an anderen wenn das Dach in "Anlernstellung" ist.
2. Eine weiter Kabelschelle befindet sich hinter der Dachstoff/Isolierung-Falte wenn das Dach in Anlernstellung ist. Vom "geschlossenen" Zustand beim in die Anlernstellung bringen muss man die Falte also nach außen ziehen um den Zugang zu bekommen.
3. Wenn das Kabel keinen Durchgang hat ist es irgendwo innen "gerissen". Ich habe das betreffende Stück ausgiebig optisch überprüft und aus der äußeren Isolierung zwei optisch und taktil einwandfreie einzelne Adern heraus geholt. Aber eine der beiden Adern hatte entgegen allen Anscheins keinen Durchgang. Wo genau ist von außen nicht auszumachen.

Puh, gestern Abend also gleich mal das Dach ausprobieren wollen --> mit gepiepse begrüßt werden (war nicht verwunderlich, der Kofferraum war ja zwischenzeitlich beim Reparieren hin und wieder offen).
Dach geht automatisch auf. :dance:
Dach geht automatisch zu und schlägt mit voller Wucht auf den Dachholm der A-Säule. :heul1:
Erster Gedanke: Ich habe doch schon öfter gelesen, man kann das Dach neu anlernen.
Dach in Anlernstellung gebracht. Zu gemacht, knallt wieder durch. --> Erstmal eine Nacht drüber schlafen.

Heute mit dem OP-COM ran. Fehlerspeicher gelöscht. --> Weiterhin piepsen und durchknallen. Keine neuen Fehler.
STG *kurz* von allen Steckern getrennt. --> Keine Besserung.
STG von allen Steckern getrennt. Forum und Internet durchsucht:
Wie war das nochmal genau mit der Anlernstellung (scheinbar ist das eine reine vollautomatisches Verdeck sache!?). Wer mit halbautomatischem Verdeck hat die gleiche Problematik (wohl niemand, alle reden von ihrem Vollautomatischem)?
--> Okay, ich komme nicht weiter. Ich muss wohl nochmal die Dachgötter hier im Forum fragen.

Also, raus in die Garage, nochmal alles überprüfen und den Fehler haarklein dokumentieren damit man eine sinnvolle/informierte Frage stellen kann.
Alle Stecker wieder ans Steuergerät angeschlossen, Zündung an. Kein piepsen. 8o
Dach auf. --> Läuft.
Dach zu. --> Läuft!!! und stoppt zur rechten Zeit. :dance2:
Insgeheim hatte ich das auch gehofft (das war auch der Grund warum ich das STG für längere Zeit Spannungsfrei lassen wollte, damit auch ja kein Stützkondensatoren irgendwelche Fehlfunktionen bestehen lassen.)

Die Moral von der Geschichte: Einfach mal das STG sich selbst zurücksetzen lassen. Dann klappts auch mit der Verdeckreparatur.


Abschließend möchte ich mich nochmal Bedanken, ich hoffe dem ein oder anderen, der mit dem gleichen Problem hier auf das Forum stößt, mit den richtigen Begriffen, die im Fließtext verteilt sind, auf die richtige Spur zu bringen. (Kann man den Threadtitel ändern? Soetwas wie [GELÖST] hinzufügen oder "Freigabe erster Bogen" als Korrektur einfügen?)

Eins hab ich noch. Ich will jetzt nicht zu viel versprechen und es kann auch eine ganze weile dauern bis ich dazu komme, aber ich habe mir überlegt wie ich der Forumscommunity noch etwas gutes tun kann.
Ich habe noch einen 16 Kanal Logic Analyser in meinem "Werkzeugkasten" der eigentlich viel zu selten verwendet wird.
Bei Gelegenheit möchte ich damit mal alle Signale vom und zum Steuergerät beim Öffnen und Schließen aufzeichnen.
Damit könnte man dann zum einen klar sagen, Pin X muss zum Zeitpunkt Y auf Z liegen. Dann kann jeder mit einem Defekt sein IST mit einem geprüften SOLL vergleichen (zumindest hatte ich soetwas gesucht als ich angefangen habe, nur leider nicht gefunden).
Zum anderen sollte es damit recht einfach sein ein Steuergerät auf Basis eines µC (Arduino, MSP430, ESP8266 u.ä.) zu reimplementieren. Falls es denn mal dazu kommt, dass tatsächlich mal ein STG defekt ist (die Dinger als Ersatz sind ja nicht gerade günstig). Problematisch könnte da noch das Diagnoseinterface (KWP2000) sein. Aber darüber mach ich mir erst Gedanken wenn es denn soweit ist. :toilett:


Viele Grüße und einen schönen restlichen Cabriosommer,
Carsten

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Re: Halbautomatisches Verdecke - Kurzschluss gegen Masse im Regelschalter Stromkreis

Beitrag von JR__ » Mo 9. Jul 2018, 09:50

Hi Carsten.

Prima, das es wieder klappt. Das mit dem herunterknallen habe ich nicht ganz verstanden. Beim vollautomatischen Dach gibt es das Problem bei heißen Wetter, dass die Spanngurte im Dach nicht mehr ausreichend für Spannung sorgen, weshalb das Dach auf den Dachrahmen herunterkracht. Ob das Problem auch beim halbautomatischen Dach gibt, habe ich bisher noch nicht gehört.

Wegen Arduino: Das hatten Andreas (virtuellerfreund9 und ich bereits vor Jahren diskutiert. Die Signale und deren Abläufe sind recht klar. Nur konnten wir uns noch nicht dazu durchringen. Im Grunde gehen die Steuergeräte weit weniger kaputt, wie es der Fehler im Fehlerspeicher und die Opelwerkstatt behaupten.

Ich selber hänge mit meinen Arduino seit fast einen Jahr an der Umsetzung der Anzeige des Boardcomputers. Irgendwie findet sich keine Zeit...

Spenden sind immer willkommen. Pangi (Andrea, die Forumsmama) hatte mal gepostet, wohin für den Betrieb der Webseite und den zum Glück seltenen Fall von lästigen Abmahnanwälten gespendet werden kann:

viewtopic.php?f=3&t=19381

Ich schreibe gleich mal in den Post und direkt an Andrea, ob die Bankverbindung noch aktuell sind!

Gruß Jürgen
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