Astra G 2.2 rebuild

Hier könnt ihr euer G Cabrio mit Bildern und Daten vorstellen
Andi306
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Beitrag von Andi306 » Mo 16. Jan 2017, 23:52

Original von mistery
Ich hätte dir geraten das Planen des Kopfes zum Schluss zu machen. Das erleichtert das Handling mit dem Kopf.

Bezüglich der Suche nach Rissen. Bei den 2.2ern reißen die Köpfe nicht zwischdn Kerzenloch und Ventilsitz. Das ist ein Problem der LEx Motoren.
Der Z22SE Kopf ist empfindlich im Schacht 4. Zylinder im Gewinde aber im oberen Bereich. Den Riss selbst sieht man eher schlecht und wenn nur von oben. Da halt dann zum Wassermantel. Sieht man dann aber schon an Wasserrückständen.
Hatte nirgends Wassereinbruch feststellen können. - Gibt es eine Ursache dafür, daß der Kopf genau an der Stelle reißt?

mistery
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Beitrag von mistery » Di 17. Jan 2017, 00:37

Dann hast du auch keinen Riss.
Denke mal irgendwo ist das Spannung im Guss produktionsbedingt. Also so zumindest meine Vermutung. Hält man sich aber an die 20 Nm Anzugsdrehmoment, passiert auch nichts.

Andi306
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Beitrag von Andi306 » Fr 3. Feb 2017, 21:08

Es geht weiter- Habe die Woche den Zylinderkopf wiedergeholt und es kann nun weiter gehen
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Zwischenzeitlich habe ich mich schon mit dem Ventiltrieb beschäftigt und erstmal anständig gereinigt- Erwartungsgemäß sah der Einlass fast wie neu aus, während die Auslassseite gut dicht war.

Auslassventile vorher/nachher
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Federn - Keile - Teller - Schlepphebel haben auch gleich eine Wäsche gesehen:

Auslass
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Einlass
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Bis jetzt konnte ich alle Ventile retten und bin gerade am einschleifen:
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Scheint sogar dicht zu werden :) Ventile stecken gerade nur in der Führung ohne Feder, Teller, Keile, Schaftdichtung.
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Ich weiß nicht wie eure Erfahrungen mit der Schleiferei sind, aber es kristallisiert sich für mich immer mehr die Methode mit Hand und Holzpömpel heraus. Hatte es kurz maschinell versucht, ging auch, aber das Tragbild war nicht so gut wie mit der Hand.
Schaffe hoffentlich am Wochenende alle Ventile einzuschleifen und auch die abgerissenen Stehbolzen vom Abgaskrümmer auszubohren.

Gruß- Andi

gizzmo
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Beitrag von gizzmo » Sa 4. Feb 2017, 12:17

Moin

Schöne Sache was du dort betreibst, hab den Kram auch schon hinter mir. Nur mit Leistungsschraube auf knapp 200ps ;-)

Kleinen Tipp am Rande, die Sacklöcher der Stehbolzen vom Abgaskrümmer direkt auf die nächste Größe aufbohren. Und dann neue Bolzen einsetzen. Die Serienbolzen reißen immer wieder gerne ab.

Mfg

mistery
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Beitrag von mistery » Sa 4. Feb 2017, 12:41

Kann ich dringend von abraten!
Kein Z22SE Stehbolzen reißt weil er zu klein dimensioniert ist. Sie werden ALLE seitlch vom sich verziehenden Krümmer abgeschert.
Habe das schon Dutzende Male so ausgebaut, instandgestzt, ausgebohrt, beobachtet und sehe das als absoluten Fakt an und nicht als Vermutung

gizzmo
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Beitrag von gizzmo » Sa 4. Feb 2017, 13:53

Original von mistery
Kann ich dringend von abraten!
Kein Z22SE Stehbolzen reißt weil er zu klein dimensioniert ist. Sie werden ALLE seitlch vom sich verziehenden Krümmer abgeschert.
Habe das schon Dutzende Male so ausgebaut, instandgestzt, ausgebohrt, beobachtet und sehe das als absoluten Fakt an und nicht als Vermutung
Und was willst du damit sagen?
Das man ständig die Bolzen erneuern soll weil der krümmer diese Abschert. Frage ist natürlich warum scheren diese ab wenn sie doch nicht zu schwach dimensioniert sind. Zumal auch schon einige abgerissen sind als man den krümmer tauschen wollte. Ob das nun durch den krümmer vorgeschädigt wurde bleibt Fraglich. Fakt ist sie reißen ab!

Ich für meinen Teil habe damals von mehreren den Tipp bezüglich der stehbolzen bekommen, und es dann auch gemacht. Alleine um auch dauerhaft ruhe zu haben! Denn ich habe kein Bock ständig Bolzen auszubohren, was für den Zylinderkopf auf Dauer auch nicht gerade gut ist.
Die Löcher vom Fächerkrümmer auch etwas geweitet und gut, das war vor gut 4 Jahren, letztes Jahr dann den Krümmer gelöst um den Motor raus zu heben. Und sämtliche Bolzen sind in Ordnung.
Aber sollte natürlich jeder das machen was er für richtig hält.
Mfg

Andi306
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Beitrag von Andi306 » Sa 4. Feb 2017, 15:35

Danke erstmal für das positive Feedback :) )
Original von gizzmo
Moin

Schöne Sache was du dort betreibst, hab den Kram auch schon hinter mir. Nur mit Leistungsschraube auf knapp 200ps ;-)

Kleinen Tipp am Rande, die Sacklöcher der Stehbolzen vom Abgaskrümmer direkt auf die nächste Größe aufbohren. Und dann neue Bolzen einsetzen. Die Serienbolzen reißen immer wieder gerne ab.

Mfg
War das noch ein reiner Sauger oder schon zwangsbeatmet?

Das Thema Krümmer wird eh noch eine Geschichte für sich. Den Originalen hats ja mehr oder weniger zerlegt. -Verzogen und mehrfach gerissen.

Werde erstmal zusehen die alten Stehbolzen ohne Schäden am Gewinde vom Zylinderkopf rauszubekommen. Kann aber auch sein, dass es schief geht, das muss eh aufgebohrt werden.

Was gibts an Krümmern außer dem Orignalen an haltbaren Alternativen?- Hat jemand den Krümmer von DBilas verbaut?

Gruß- Andi

mistery
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Beitrag von mistery » Sa 4. Feb 2017, 17:12

Gizzmo, nichts für ungut aber versuch einfach mal zu verstehen was ich genau sagen möchte.
Ein Stehbolzen ist nie (!) dazu da seitliche Kräfte auszuhalten. Eine Schraubverbindung wirkt nur auf Zug.
Was passiert also wenn die Krümmer am Z22SE sich verziehen: Der Krümmer verzieht sich so sehr, dass das Loch wo der Stehbolzen ist also nicht mehr mittig am Bolzen ist, sondern der Krümmer an ihn anstößt. Das passiert an mehreren Bolzen, hauptsälich aber an vieren: die beiden mittigen oben und die beiden ganz aussen in der Reihe unten. Wenn sich der Krümmer also weiter verzieht, bricht er die Stehbolzen direkt ab oder schwächt sie so sehr, dass sie abreißen, wenn man sie abschraubt. Deine Konsequenz ist also auf M10 aufzubohren? Wo ist da die Logik? Es gibt keine!
Richtig ist aber was du sonst noch schreibst, nämlich die Löcher des Krümmers aufzuweiten und zwar in die Richtung, wo der Platz am Bolzen zuvor aufgebraucht war. Dann braucht man auch nicht auf M10 oder was auch immer aufbohren. Die M8 Kupfermuttern bekomen für den Krümmer bekommen nur 12 Nm!
Also Aufbohren auf keinen Fall.
Warum der Krümmer reißt, wenn er sich verzieht wird auch klar, wenn man sich ihn anschaut. Zwischen den Rohren gibt es 3 Lücken zum Ausddehen. Leider ist der Krümmer so schlecht berechnet, konstruiert, und gegossen, dass er sich derart verzieht, dass die mittlere Lücke komplett aufgebraucht wird. Die Flansche der Rohre der Zylinder 2 und 3 stoßen aneinander und dann reißt der Guss wo die Rohre 1,2 & 3,4 zusammentreffen.
Wenn man also einen gebrauchten Krümmer kauft, der noch keinen Riss hat, flext man den mittleren Zwischenraum wieder auf und gibt dem Krümmer damit wieder Raum sich zu bewegen (allzuviel passiert ja nicht mehr, da die meiste Bewegung ja schon stattgefunden hat). Anschließend weitet man die Löcher so auf, dass der Krümmer ohne anzustoßen Luft an allen Stehbolzen hat. Hat man das gemacht, reißt einem der Krümmer nie mehr und kein Bolzen schert mehrt ab. Ganz ohne M10.
Dutzende Male so gemacht, immer mit gleicher Diagnose und gleicher Abhilfe. Ich rede hier nicht von 1, 2 oder 3 Motoren die ich gemacht hab.

Andi, die Stehbolzen gehen problemlos raus. Mittig körnen, Loch bohren, dass ein T20, T25 oder T30 knapp reinpasst und dann einfach rausdrehen. Geht total easy. Der Rest des Bolzen hält ja nichts und geht leicht raus.

gizzmo
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Beitrag von gizzmo » Sa 4. Feb 2017, 17:48

Ist immernoch ein reiner Sauger . Idee war mal im Anschluss auf Kompressor umzubauen, jedoch wurde das cabrio zwischenzeitlich komplett lackiert etc.

Was den krümmer betrifft gab bzw gibt es 3 lösungen, zum einen Fächerkrümmer damals von lexmaul, Vorteil war das dieser eine 100%tige Passgenauigkeit mitgebracht hat. Diesen gibt es aber wenn nur noch gebraucht. Neuauflage seitens lexmaul eher unwahrscheinlich, da lexmaul bekanntermaßen mittlerweile dbilas gehört und somit wäre es Konkurrenz im eigengen Haus.
Dann gibt's den Fächerkrümmer von Friedrich Motorsport, hier gehen die Meinungen weit auseinander!
Man liest bzw bekommt oft mit das es Probleme gibt seitens der Passgenauigkeit gibt, ich selbst fahre diesen auch. Passte 100% ohne anpassen, und hatte keine Probleme.
Dann gibt es noch den von dir erwähnten dbilas guss "Fächerkrümmer ", für mich ist es eher eine Günstige Alternative zum Original krümmer (wenn man die neue Preise vergleicht) Viel mit Fächer hat das meiner Meinung nach nicht zu tun.

Ich denke aber das es in deinem Fall unter Anbetracht dessen das die Serienleistung erhalten werden soll, der dbilas Krümmer genau das richtige ist.

Mfg

mistery
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Beitrag von mistery » Sa 4. Feb 2017, 17:54

Soweit ich weiß vertreibt Dbilas die Lexmaul Produkte weiter parallel zu ihrem Gusskrümmer. Zumindest war das eine Zeit lang so. Ob das Stand heute immer noch so ist oder nur Reestware verkauft wurde weiß ich aber nicht.

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